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Taschkent, Usbekistan | 9.–13. August 2026
Bayerische Impulse für die lokale Verwaltung : Vertiefendes Mahalla-Training und institutioneller Austausch

Die Hanns-Seidel-Stiftung (HSS) setzte gemeinsam mit ihren Partnern der Vereinigung der Mahallas in Usbekistan und der Akademie für Staatspolitik und öffentliche Verwaltung ihr Engagement für leistungsfähige lokale Selbstverwaltungsstrukturen und eine moderne öffentliche Verwaltung in Usbekistan fort.

Die Hanns-Seidel-Stiftung (HSS) setzte gemeinsam mit ihren Partnern der Vereinigung der Mahallas in Usbekistan und der Akademie für Staatspolitik und öffentliche Verwaltung ihr Engagement für leistungsfähige lokale Selbstverwaltungsstrukturen und eine moderne öffentliche Verwaltung in Usbekistan fort. Im Mittelpunkt stand ein vertiefendes Training of Trainers (ToT) für Mahalla-Praktizierende. Begleitet wurde das Programm vom bayerischen Verwaltungsexperten Raymund Helfrich.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vertiefen ihre Kenntnisse zu bayerischen Ansätze der lokalen Selbstverwaltung, Kommunalfinanzierung, Führung und bürgerorientierten Dienstleistungserbringung.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vertiefen ihre Kenntnisse zu bayerischen Ansätze der lokalen Selbstverwaltung, Kommunalfinanzierung, Führung und bürgerorientierten Dienstleistungserbringung.

Das Mahalla-ToT am 11. und 12. August knüpfte an die erste Trainingsphase vom 21. bis 23. Juli an. 15 Mahalla-Praktikerinnen und -Praktikern setzten ihre Fortbildung fort und vertieften die zuvor erworbenen Kenntnisse und praktischen Erfahrungen. Zur Gruppe gehörten Vorsitzende und stellvertretende Vorsitzende von Mahallas, Vertreter der Vereinigung der Mahallas, regionale Trainer sowie Fachkräfte aus den Bereichen Organisationsentwicklung und öffentliche Dienstleistungen. Von zentraler Bedeutung in dieser zweiten Phasen war die Frage, welche Erfahrungen aus der bayerischen Kommunalverwaltung auf das sich entwickelnde System der lokalen Selbstverwaltung in Usbekistan übertragen werden können. 

Der erste Trainingstag widmete sich den Kernthemen der kommunalen Verwaltung: lokale Selbstverwaltung und Kommunalfinanzen, Führung und Personalentwicklung, strategische Planung, Organisationsentwicklung, interne Verwaltungskoordination sowie eine bürgerorientierte Erbringung öffentlicher Dienstleistungen. Am zweiten Tag standen kommunales Projektmanagement, Budgetierung und Ressourcenverteilung, Risikomanagement, die Einbindung relevanter Akteure, Monitoring und Evaluierung sowie die Entwicklung konkreter Aktionspläne im Mittelpunkt. Fachvorträge wurden durch vergleichenden Diskussionen, Fallbeispiele aus deutschen Kommunen, Gruppenarbeiten, Problemlösungsübungen ergänzt. 

 In praktischen Übungen übertragen die Teilnehmenden ausgewählte Erfahrung aus der bayerischen Kommunalverwaltung auf Herausforderungen des usbekischen Mahalla-Systems.

In praktischen Übungen übertragen die Teilnehmenden ausgewählte Erfahrung aus der bayerischen Kommunalverwaltung auf Herausforderungen des usbekischen Mahalla-Systems.

Das Training war konsequent an den praktischen Aufgaben und Herausforderungen auf Mahalla-Ebene ausgerichtet. Gemeinsam identifizierten die Teilnehmenden Ansätze aus der bayerischen Verwwaltungspraxis, die sich an den usbekischen Kontext anpassen lassen, und entwickelten erste Ideen für konkrete Maßnahmen und weitere Kompetenzentwicklung. Zugleich stärkte das Programm die Rolle der ausgebildeten Gruppe als Multiplikatoren auf regionaler und lokaler Ebene.

Der Aufenthalt von Herrn Raymund Helfrich in Taschkent bot darüber hinaus die Gelegenheit, den institutionellen Austausch mit wichtigen nationalen Partnern zu vertiefen. Die Fachkonsultation mit der Agentur für strategische Entwicklung und Reformen (ASDR) am 12. August konzentrierte sich auf strategische Entwicklungsplanung und Dezentralisierung. Die ASDR bekundete Interesse an einem Erfahrungsaustausch mit bayerischen Partnern, etwa durch spezialisierte Fortbildungsmaßnahmen und Pilotprojekten unter Beteiligung verschiedener Verwaltungsebenen. Erörtert wurde zudem ein Team-Teaching-Ansatz, der deutsche bzw. bayerische Expertise mit usbekischem Fachwissen verbindet. So könnten internationale Erfahrungen gezielt in den rechtlichen und institutionellen Kontext Usbekistans eingeordnet werden. 

In den Fachgesprächen mit APPA und ASDR wurden neue Kooperationsmöglichkeiten in den Bereichen Verwaltungsfortbildung, strategische Planung, Dezentralisierung und Führungskräfteentwicklung erörtert.

In den Fachgesprächen mit APPA und ASDR wurden neue Kooperationsmöglichkeiten in den Bereichen Verwaltungsfortbildung, strategische Planung, Dezentralisierung und Führungskräfteentwicklung erörtert.

Die Akademie für Staatspolitik und öffentliche Verwaltung (APPA) bekräftigte ihr anhaltendes Interesse an einer Zusammenarbeit mit der HSS und bayerischen Partnern bei der Aus- und Fortbildung im öffentlichen Dienst, Führungskräfteentwicklung und der Weiterentwicklung der School of Khokims. Besondere Aufmerksamkeit galt weiterführenden Angeboten für Absolventinnen und Absolventen der School of Khokims, einem möglichen Programm für weibliche Führungskräfte sowie dem Austausch von Fachleuten und Lehrenden mit deutschen und bayerischen Institutionen. 

Die positive Resonanz auf das Mahalla-Training unterstrich die Nachfrage nach praxisorientierter Kooperationsformaten. Auf institutioneller Ebene wurden konkrete Perspektiven identifiziert, wie die regionalen Ausweitung des Mahalla-ToT und spezialisierten Fortbildungsangeboten für Führungskräfte. 

Das Programm stärkte damit sowohl die praktischen Kompetenzen der Mahalla-Praktizierenden als auch den Dialog zwischen der HSS, der Vereinigung der Mahallas, der APPA und der ASDR. Im nächsten Schritt ollen die gewonnen Impulse in gezielte Kooperationsformate mit klaren Zielen und praxisnahen Ergebnissen überführt werden.