Vom 6. bis 8. Juli 2026 organisierte die Hanns-Seidel-Stiftung ein regionales Alumni-Treffen in der Region Naryn. Die Veranstaltung brachte Absolventinnen und Absolventen der Bildungsprogramme der Stiftung aus verschiedenen Regionen Kirgisistans zusammen. Ziel war es, berufliche Netzwerke zu stärken, den Erfahrungsaustausch zu fördern und aktuelle Herausforderungen in den Bereichen Klimawandel, nachhaltiges Wassermanagement, ländliche Entwicklung, Unternehmertum und öffentliche Verwaltung zu diskutieren. An der Veranstaltung nahmen zudem Vertreterinnen und Vertreter der Akademie für öffentliche Verwaltung unter dem Präsidenten der Kirgisischen Republik „Jusup Abdrakhmanow“ sowie staatlicher Einrichtungen auf nationaler und regionaler Ebene teil.
Region Naryn, Kirgisische Republik, 6.–8. Juli 2026
Regionales Alumni-Treffen in der Region Naryn: Klimaresilienz und nachhaltige Regionalentwicklung
Die Veranstaltung wurde von Frau Zhyldyz Mambetova, Stellvertretende Bevollmächtigte Vertreterin des Präsidenten der Kirgisischen Republik in der Region Naryn, und Herrn Constantin Blaschke, Leiter der Hanns-Seidel-Stiftung in Zentralasien, eröffnet. In ihren Grußworten hoben sie die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen staatlichen Institutionen, Wissenschaft und Alumni-Netzwerk hervor, um nachhaltige Lösungen für regionale Herausforderungen zu entwickeln.
Im Mittelpunkt stand das Seminar „Die Auswirkungen des Klimawandels auf Wasserressourcen, deren Management und nachhaltige Nutzung – Fragen der Bewässerung, der Weidepolitik und Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel“. Expertinnen und Experten der Bezirksverwaltung Naryn für Veterinärwesen, Viehzucht sowie Weide- und Futterwirtschaft stellten moderne Ansätze zur Wiederherstellung degradierter Weideflächen vor, darunter Rotationsbeweidung, der Einsatz ertragreicher Futterpflanzen sowie moderne Methoden zum Erhalt der Bodenfruchtbarkeit. Vertreter der Hauptverwaltung für Wasserwirtschaft der Region Naryn informierten über die Modernisierung der Bewässerungsinfrastruktur, den Ausbau wasserwirtschaftlicher Anlagen und den Einsatz moderner Bewässerungstechnologien. Darüber hinaus erhielten die Teilnehmenden Einblicke in das staatliche Programm „Sozialvertrag“, das einkommensschwache Familien durch die Förderung von Unternehmertum und die Schaffung nachhaltiger Einkommensquellen unterstützt. Die vorgestellten Praxisbeispiele verdeutlichten den engen Zusammenhang zwischen einer nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen, wirtschaftlicher Entwicklung und gesellschaftlicher Resilienz.
Der zweite Veranstaltungstag stand im Zeichen von Bildung, Innovation und Unternehmertum. An der School of Professional and Continuing Education (SPCE) wurden arbeitsmarktorientierte Aus- und Weiterbildungsprogramme vorgestellt. Vertreter des Naryn Centre for Entrepreneurship (NCE) präsentierten Initiativen zur Förderung von Existenzgründung, Unternehmertum, insbesondere von Frauen, sowie digitaler Kompetenzen. Die vorgestellten Programme verdeutlichten den Beitrag der Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, staatlichen Institutionen und internationalen Partnern zur wirtschaftlichen Entwicklung ländlicher Regionen.
Ergänzend besuchten die Teilnehmenden den Gewächshausbetrieb des Unternehmers Kalykyl Ysyraliev und erhielten Einblicke in moderne landwirtschaftliche Technologien sowie klimaresiliente Produktionsmethoden
Der dritte Veranstaltungstag widmete sich Fragen der Jugendpolitik und des kulturellen Erbes der Region. Im Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadtverwaltung Naryn diskutierten die Teilnehmenden Herausforderungen wie Jugendmigration, den Erhalt des Humankapitals in Bergregionen und Perspektiven für die berufliche Entwicklung junger Menschen. Den Abschluss bildete der Besuch des Regionalen Historischen Museums von Naryn.
Das regionale Alumni-Treffen stärkte den fachlichen Austausch und die Zusammenarbeit zwischen den Absolventinnen und Absolventen der Bildungsprogramme sowie den Dialog mit staatlichen Institutionen und wissenschaftlichen Einrichtungen. Die Veranstaltung vermittelte praxisnahe Einblicke in nachhaltiges Wasser- und Weidemanagement, Klimaanpassung, Bildung und regionale Wirtschaftsentwicklung und unterstrich die Bedeutung interdisziplinärer Kooperation für die nachhaltige Entwicklung Kirgisistans. Das regionale Alumni-Treffen bestätigte erneut die Rolle des Alumni-Netzwerks der Hanns-Seidel-Stiftung als Plattform für berufliche Vernetzung, Wissenstransfer und den fachlichen Dialog zu aktuellen Herausforderungen der öffentlichen Verwaltung und nachhaltigen Regionalentwicklung.