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Kirgisistan/Batken
Regionales Treffen der Absolventinnen und Absolventen in Batken

Vom 2. bis 4. April 2026 fand in der Region Batken ein regionales Treffen der Absolventinnen und Absolventen der gemeinsamen Bildungsprogramme der Akademie für öffentliche Verwaltung beim Präsidenten der Kirgisischen Republik und der Hanns-Seidel-Stiftung statt.

Ziel der Veranstaltung war es, die beruflichen Netzwerke der Alumni zu stärken, den Erfahrungsaustausch zu fördern sowie aktuelle Fragestellungen im Zusammenhang mit den Auswirkungen des Klimawandels auf die Wasserressourcen und deren nachhaltige Nutzung zu erörtern. Das Programm umfasste Studienbesuche, Treffen mit Vertretern der lokalen Behörden sowie ein thematisches Seminar.

Tag 1 (2. April 2026) begann mit der Ankunft der Teilnehmenden in der Stadt Razzakov in der Region Batken. Anschließend fand ein offizielles Treffen mit dem Akim (Leiter der Verwaltung) Asylbek Zhenishbek sowie Vertretern der staatlichen Verwaltung des Rayons Leilek statt. Im Rahmen dieses Treffens wurden die Teilnehmenden über aktuelle Initiativen der regionalen Entwicklung sowie über die Auswirkungen des Klimawandels auf die Wasserressourcen, deren Management und nachhaltige Nutzung informiert.

Im praktischen Teil besuchten die Teilnehmenden einen Intensivobstgarten im Dorf Kairagach, Aiyl Okmotu (lokale Selbstverwaltung) Kulunda, Rayon Leilek, in dem moderne landwirtschaftliche Technologien zur effizienten Nutzung von Wasserressourcen vorgestellt wurden. Anschließend begab sich die Gruppe zum Tört-Gül-Stausee im Rayon Batken, wo die Bedeutung dieses Wasserspeichers für die Wasserversorgung der Region erläutert und Fragen des Wassermanagements im Kontext des Klimawandels diskutiert wurden. Der erste Tag endete mit Besichtigungen neu geschaffener städtischer Infrastrukturobjekte und Erholungsparks in der Stadt Batken.

Tag 2 (3. April 2026) widmete sich sowohl praktischen als auch theoretischen Aspekten des Themas. Die Teilnehmenden trafen sich mit der Leitung des Rayons Batken, darunter dem Akim (Leiter der Verwaltung) Danir Imanaliew, um Fragen der lokalen Verwaltung sowie der Anpassung an den Klimawandel zu erörtern. Darüber hinaus besuchte die Gruppe das neu gegründete Dorf Schany-Dostuk, das für umgesiedelte Bevölkerungsgruppen aus Grenzgebieten errichtet wurde.

Im weiteren Verlauf machten sich die Teilnehmenden mit der Tätigkeit der landwirtschaftlichen Genossenschaft “Club Malina” in den Dörfern Schany-Sher und Ak-Turpach im Rayon Batken vertraut, wo erfolgreiche Praktiken der Kooperation und nachhaltigen Landwirtschaft präsentiert wurden. Besonderes Augenmerk wurde auf die Einführung moderner Bewässerungssysteme gelegt, insbesondere auf die Tröpfchenbewässerung, die zur Einsparung von Wasserressourcen beiträgt.

Am Nachmittag des zweiten Tages fand das Hauptseminar zum Thema der Auswirkungen des Klimawandels auf die Wasserressourcen statt. Als Referent fungierte Bekbolot Madumarow, Experte für die Einführung neuer Technologien unter den Bedingungen des Klimawandels. Im Seminar wurden folgende zentrale Themen behandelt:

  • aktuelle klimatische Herausforderungen und deren Auswirkungen auf die Wasserressourcen der Region; 

  • effektive Methoden des Wassermanagements; 

  • Einführung wassersparender Technologien; 

  • die Rolle lokaler Gemeinschaften und staatlicher Institutionen bei der Gewährleistung nachhaltiger Entwicklung. 

Das Seminar wurde in einem interaktiven Format durchgeführt, das eine aktive Beteiligung aller Teilnehmenden, den Austausch von Meinungen sowie die Erarbeitung praxisorientierter Empfehlungen ermöglichte.

Tag 3 (4. April 2026) hatte einen organisatorischen Charakter und umfasste die Zusammenfassung der Ergebnisse sowie den Abschluss der Veranstaltung.

Ergebnisse und Schlussfolgerungen: Das regionale Treffen und das Seminar verdeutlichten die hohe Relevanz der Themen Klimawandel und Wassermanagement in der Region Batken. Die Teilnehmenden betonten die Bedeutung der Einführung moderner Technologien wie der Tröpfchenbewässerung und des intensiven Gartenbaus sowie die Notwendigkeit einer verstärkten Zusammenarbeit zwischen staatlichen Institutionen, lokalen Gemeinschaften und Expertinnen und Experten.

Die Veranstaltung trug maßgeblich zum Erfahrungsaustausch unter den Alumni bei, förderte die Erweiterung von Fachkenntnissen im Bereich des nachhaltigen Wassermanagements, stärkte berufliche und persönliche Netzwerke und unterstützte die Erarbeitung praxisorientierter Empfehlungen für die weitere Arbeit. Insgesamt wurde das Programm erfolgreich umgesetzt, alle geplanten Aktivitäten vollständig durchgeführt und die gesetzten Ziele erreicht.

Fazit: Das regionale Treffen und das Seminar erwiesen sich als effektive Plattform zur Diskussion aktueller Herausforderungen und zur Entwicklung von Lösungsansätzen im Bereich der nachhaltigen Entwicklung. Die gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen können von den Teilnehmenden in ihrer beruflichen Praxis angewendet werden und tragen somit zur regionalen Entwicklung sowie zur Verbesserung des Managements natürlicher Ressourcen bei.