Bischkek/Kirgisistan
Runder Tisch zum Thema „Umweltpolitik der Kirgisischen Republik: Lösungsansätze auf Ebene der lokalen Selbstverwaltung“
In Zusammenarbeit mit der Internationalen Universität Kirgisistans fand am 3. November 2025 ein Runder Tisch zum Thema „Umweltpolitik der Kirgisischen Republik: Lösungsansätze auf Ebene der lokalen Selbstverwaltung“ statt. Ziel des Runden Tisches war es, einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung des Landes zu leisten, indem eine Plattform für den Austausch moderner Ansätze zur praktischen Umsetzung der Umweltpolitik auf lokaler Ebene geschaffen wird. Im Mittelpunkt standen Erfahrungsaustausch, die Suche nach wirksamen Lösungen für nachhaltige Entwicklung und regionale Probleme sowie die Förderung interdisziplinärer Forschung.
Mit Begrüßungsreden eröffneten die Veranstaltung:
- Muratbek Baikojoev, Vizerektor der Internationalen Universität,
- Constantin Zelenty, stellvertretender Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Kirgisistan,
- Constantin Blasсhke, Leiter der Hanns-Seidel-Stiftung in Zentralasien
Am Runden Tisch nahmen Vertreterinnen und Vertreter des Energieministeriums, des Tourismusdepartements beim Ministerium für Wirtschaft und Handel, der Stadtverwaltung Bischkek, der Tourismuswirtschaft sowie der wissenschaftlichen Gemeinschaft der Internationalen Universität und der Bischkek Humanitären Universität namens K. Karasaev teil.
Im Verlauf der Diskussionen wurden insbesondere folgende Prioritäten hervorgehoben:
- Stärkung der Umweltkompetenz auf lokaler Ebene,
- Entwicklung von Mechanismen zur Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an umweltpolitischen Entscheidungen,
- Einführung und Förderung „grüner” Technologien, insbesondere im Tourismus und in der Stadtwirtschaft,
- Weiterentwicklung des Rechtsrahmens zur Unterstützung nachhaltiger Umweltpolitik.
Besondere Aufmerksamkeit galt der Rolle der lokalen Selbstverwaltungsorgane bei der Umsetzung, Überwachung und Weiterentwicklung umweltpolitischer Maßnahmen sowie ihrer Zusammenarbeit mit der Öffentlichkeit.
Die Teilnehmenden entwickelten Empfehlungen zur Verbesserung der Umweltpolitik der Kirgisischen Republik und zur Stärkung der Partnerschaft zwischen Kommunen, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft. Die Beiträge reichten von der Analyse gesellschaftlicher Einstellung gegenüber ökologischer Fragen und bestehenden Regulierungslücken bis hin zu konkreten Vorschlägen zur Einführung grüner Technologien und zur Förderung des Ökotourismus.
Die zentrale Schlussfolgerung lautet, dass nachhaltige Ergebnisse nur durch koordinierte Anstrengungen von Staat, Wissenschaft, Wirtschaft und lokalen Gemeinschaften erzielt werden können. Zudem gilt es, regelmäßige Fachveranstaltungen dieser Art durchzuführen, um den Dialog zu vertiefen und die Grundlage für eine nachhaltige und ökologisch verantwortungsvolle Zukunft der Kirgisischen Republik weiter zu stärken.