Kirgisistan
Sommerschule in Cholpon-Ata ebnet Weg für hybriden Masterstudiengang
Eröffnung der Sommerschule
Eröffnet wurde die Sommerschule von Herrn Constantin Blaschke, Regionalleiter der HSS in Zentralasien, gemeinsam mit Frau Dr. Aigül Kalchakeeva, Rektorin der Verwaltungsakademie, sowie Herrn Nurgazy Esengeldi uulu, stellvertretender Landrat des Gebiets Issyk-Kul. Die Landkreisverwaltung Issyk-Kul stellte für den Workshop dankenswerterweise einen Konferenzraum zur Verfügung.
Die Verwaltungsakademie ist seit 2002 verlässliche Partnerorganisation der HSS. Bis 2024 unterstützte die HSS drei verschiedene Masterprogramme der Verwaltungsakademie für öffentliche und kommunale Bedienstete: einen einjährigen Ganztagskurs, einen anderthalbjährigen Abendkurs sowie ein zweijähriges Fernstudium. Künftig soll ein einziger hybrider Masterstudiengang angeboten und gefördert werden, der die Stärken der drei bisherigen Programme bündelt. Ab September 2025 startet erstmals der neue hybride Masterkurs für 50 ausgewählte öffentlich und kommunal Bedienstete. Der Abschluss ist für Dezember 2026 mit staatlich anerkanntem Masterdiplom vorgesehen.
Workshop im Rahmen der Sommerschule
Die Lehr- und Verwaltungskräfte der kirgisischen Verwaltungsakademie spielen eine zentrale Rolle bei Vorbereitung und Durchführung des hybriden Studienformats. Daher wurde ein spezielles Training-of-Trainers-Weiterbildungskurs notwendig. Als Referentin konnte Frau Dr. Gülzat Sadyrova, Leiterin der Abteilung für Qualitätssicherung, Akkreditierung und Lizenzierung der Kirgisischen Nationalen Agraruniversität, gewonnen werden. Ihre Hochschule hat bereits im Rahmen eines Projekts der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) Erfahrungen mit hybriden Masterprogrammen gesammelt.
Im Rahmen der Sommerschule erhielten die Professoren und Verwaltungskräfte vertiefte Einblicke in die Besonderheiten des neuen hybriden Masterkurses. Dabei wurde hervorgehoben, dass die kirgisische Gesetzgebung den Begriff “Hybrides Lernmodell” zwar kennt, dieses Lernmodell in der Praxis jedoch bislang selten umgesetzt wird. Für Lehrkräfte wie auch Studierende ergibt sich daraus eine gewisse Herausforderung.
Workshop im Rahmen der Sommerschule
Ein hybrides Lernsystem kann nur dann seine volle Wirkung entfalten, wenn Lehrkräfte und Verwaltung kontinuierlich in innovativen, interaktiven Lernmethoden sowie im Umgang mit Lernmanagementsystemen geschult werden. Dazu gehören auch die stetige Weiterentwicklung digitaler Kompetenzen und der praktische Erfahrungsaustausch in Fortbildungen. Als besonders geeignet erwies sich im Vergleich die kirgisische Lernplattform „AVN“. Letztlich wurde deutlich, dass viele Aspekte nach dem Prinzip Learning by Doing weiterentwickelt werden müssen. Frau Dr. Sadyrova wird die Akademie auch während der Durchführung des Programms beratend begleiten.
Die nächsten Schritte in der Vorbereitung auf den Masterkurs umfassen die Durchführung der Aufnahmeprüfungen sowie die Weiterentwicklung des Curriculums und der Lehrmaterialien. Damit legt die Sommerschule den Grundstein für eine erfolgreiche Umsetzung des hybriden Masterkurses in Kirgisistan.

Kontakt
Regionalleiter Zentralasien