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Deutschland / Bayern
Studienreise von usbekischer Delegation nach Deutschland zum Thema Kommunalverwaltung

Die Hanns-Seidel-Stiftung (HSS) organisierte gemeinsam mit GIZ und der Agentur für die Entwicklung des öffentlichen Dienstes unter dem Präsidenten der Republik Usbekistan vom 30. Juni bis 07. Juli 2024 eine Studienreise nach Bayern mit dem Titel „Einführung in die öffentliche und kommunale Verwaltung des Freistaats Bayern“ für 12 Landräte der usbekischen Landkreise, Vertreter der Agentur für die Entwicklung des öffentlichen Dienstes und Vertreter des Instituts für Gesetzgebung und Rechtspolitik unter dem Präsidenten der Republik Usbekistan.

Seit 2019 setzt sich die usbekische Vertretung der Hanns-Seidel-Stiftung (HSS) in Zusammenarbeit mit ihren usbekischen Partnerorganisationen prioritär für die Aus- und Fortbildung im öffentlichen und kommunalen Dienst ein. Besondere Bedeutung erhält dabei die Tatsache, dass durch eine effiziente kommunale Selbstverwaltung Demokratie und Transparenz in diesem aufstrebenden Land in Zentralasien gestärkt werden können.

Die 18 Teilnehmer der Delegation mit Begleitung vom Projektleiter der Stiftung für Zentralasien Herrn Dr. Max Georg Meier haben sich mit den entsprechenden Erfahrungen in Bayern vertraut gemacht. Die inhaltsreichen Tagesprogramme schlossen Treffen mit Landräten und Bürgermeistern, Besuche von lokalen Institutionen und den Erfahrungsaustausch zur kommunalen Selbstverwaltung ein.

Schon am ersten Tag des Besucherprogramms wurde die Delegation in der Stiftungszentrale vom Generalsekretär der Stiftung Herrn Oliver Jörg empfangen. Hier stand auch der Fachaustausch mit Frau Karin Kamleiter, Leiterin des Referats „Kommunales, Ehrenamt, Rhetorik“ der HSS, zum Thema „Tätigkeiten der HSS im Bereich von Kommunalem und Ehrenamt“ auf dem Programm.

Dr. Max Georg Meier und die Gruppe

Dr. Max Georg Meier und die Gruppe

Die Delegationsmitglieder aus Usbekistan haben sich mit den Vertretern der Regierung von Schwaben getroffen, die Landkreise Augsburg und München besucht. Besonders interessant waren die Besuche in den Marktgemeinden Dinkelscherben und Meitingen. In jeder Gemeinde/jedem Landkreis fanden Gespräche mit den Bürgermeistern und Landräten statt, die ihre Erfahrungen im Bereich der kommunalen Entwicklung mit den Gästen aus Usbekistan gerne teilten.

Das Treffen mit Frau Dr. Jutta Albrecht, Referentin für Zentralasien in der IHK für München und Oberbayern, war für die Delegation sehr relevant, da sie sich hier im Bereich der Anziehung von Investitionen, der Unterstützung kleiner Unternehmen, sowie in Bereichen wie Kommunikation und Bauwesen austauschen konnten. Hier konnten die Mitglieder der Delegation auch eine Präsentation von Usbekistan als Wirtschafts- und Investitionsstandort durchführen.

Darüber hinaus fanden zahlreiche weitere wichtige Treffen unter Beteiligung der Delegationsmitglieder statt, wobei der Besuch beim Bayerischen Landkreistag und der Austausch mit Herr Jürgen Eberwein, MdB und Vertreter des Parlamentarischen Ausschusses für Kommunale Fragen, Innere Sicherheit und Sport, im Bayerischen Landtag herausragten. Auch Dilshod Akhatov, außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter Usbekistans in Deutschland, besuchte die Delegation persönlich in Deutschland und betonte, dass dieses Besucherprogramm für Usbekistan äußerst wichtig sei.

Des Weiteren tauschten sich die Mitglieder der Delegation mit Frau Sandra Andre, Geschäftsführerin des Selbstverwaltungskollegs in Fürstenfeldbruck, über deren Fortbildungsprogramme aus.

Zum Abschluss wurde die Delegation im Bildungszentrum Holzhausen der Bayerischen Verwaltungsschule durch Herrn Raymund Helfrich, Leiter des Geschäftsbereichs Ausbildung, empfangen.

Der Delegationsleiter Herr Islomov Saidfarrukh, der als stellv. Direktor der Agentur für die Entwicklung des öffentlichen Dienstes unter dem Präsidenten der Republik Usbekistan tätig ist, hat seine Eindrücke über diese Studienreise wie folgt zusammengefasst: „Das sorgfältig ausgearbeitete Programm übertraf alle Erwartungen. Basierend auf dem begeisterten Feedback der usbekischen Landräte erwies sich die Schulung für alle Teilnehmer als außergewöhnliche Lernerfahrung. Die Inhalte gingen direkt auf die spezifischen Herausforderungen ein, mit denen sie in ihrer täglichen Arbeit konfrontiert sind. Das Fachwissen der Gesprächspartner in Kombination mit der Vielfalt der behandelten Themen vermittelte den Landräten wertvolle Erkenntnisse, gab ihnen Werkzeuge und Strategien an die Hand, ihre Kompetenzen als Landrat zu erhöhen. 

Von usbekischer Seite sei dem gesamten Team der Hanns-Seidel-Stiftung aufrichtig für seine Professionalität und sein unermüdliches Engagement im Rahmen des durchgeführten Programms gedankt. Dieses war in jeder Phase dieses Projekts offensichtlich und machte den Studienbesuch zu einem durchschlagenden Erfolg.

Noch einmal vielen Dank für Ihre unschätzbare Unterstützung und Gastfreundschaft. Wir sind dankbar für die Möglichkeit, mit der Hanns-Seidel-Stiftung zusammenzuarbeiten zu können und freuen uns auf zukünftige Maßnahmen im Rahmen unserer sich entwickelnden Partnerschaft“.